HNO-Privatpraxis

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Der Diodenlaser in der HNO-Praxis

letzte mal bearbeitet am 26.05.2014

biolitec-diodenlaserSeit fast 15 Jahren betreibe ich eine operativ ausgerichtete HNO-Praxis zwischen Potsdam und Berlin, seit ca. 5 Jahren in Kleinmachnow im Ärztehaus am Rathausmarkt.  Dort bzw. seit 2008 in Babelsberg führten bzw. führen wir regelmäßig Laser-Workshops für interessierte HNO-Fachkollegen mit zumeist internationaler Beteiligung durch. Die Mehrheit von ihnen operierte bis dato zumeist konventionell und beabsichtigte  ihr operatives Know How um die Möglichkeiten eines Diodenlasers zu erweitern. Ich verwende zu diesem Zwecke einen Diodenlaser der Firma Biolitec AG aus Jena, mit dem ich intensiv und regelmäßig seit ca.13 Jahren an meinen Wirkstätten (Kassen- und Privatpraxis mit ambulantem Laserzentrum, ambulantes OP-Zentrum bzw. eine Potsdamer Privatklink) mein operatives Spektrum erweitert und perfektioniert habe. Bevor ich mich seinerzeit für diesen Diodenlaser entschieden hatte, habe ich fast alle in Deutschland gängigen Lasersysteme, die für die ambulante HNO-Chirurgie bedeutsam waren, längerfristig getestet. Während meiner klinischen Ausbildung hatte ich als Laserbeauftragter der HNO-Klinik Potsdam vorallem mit dem CO²-Laser zu tun. Inspiriert durch meinen damaligen Chef, Herrn PD Dr. med. Gundlach konnte ich insbesondere hinsichtlich des CO²-Laser-Einsatzes auch mit modernen Scanner-Systemen in der Tumorchirurgie unseres Fachgebietes fachkundige Anleitung  finden. Später in meiner Praxisgründungsphase  entschied ich mich für einen Diodenlaser mit seiner Wellenlänge von 980 nm. Aufgrund seines guten Absorptionsverhaltens im Gewebe erschien mir dieses Lasersystem in der Summe der Eigenschaften auch wegen des guten Kompromisses zwischen Schneiden und Koagulieren für die praxisrelevanten Eingriffe als sinnvoll. Auch betriebswirtschaftlich stellte die  Anschaffung des Diodenlasers vor dem Hintergrund wachsender  Budgetierung und  Rationierung unserer Leistungen eine  Effizienzsteigerung in meiner Praxis dar. Neuartige operative Therapieoptionen ermöglichten häufig deutliche Verbesserungen des Praxisumsatzes und  überhaupt erst ein wirtschaftliches Agieren des Unternehmens „HNO-Praxis". Noch immer ist die Marketingwirkung „LASER" auf die Patienten beeindruckend.laser-arbeitsplatz Im April  2004 habe ich meinen Praxissitz nach Kleinmachnow verlegt. Seit dieser Zeit habe ich 770 endonasale laserchirurgische Eingriffe an den Muscheln bzw. am Nasenseptum zur Flowoptimierung durchgeführt (Leisten, Sporne, Deviationen, Polyposis, Synechien). Diese galten meist der Beseitigung von chronischen Nasenatmungsbehinderungen bzw. waren Teil einer Stufentherapie bei Rhonchopathie-patienten. In diesem Zusammnhang führte ich 30 LAUP´s durch. Bei der Epistaxistherapie führte ich 110 Laserblutstillungen am vorderen Septum im non-contact Verfahren durch. Ich operierte 433 Kinder mit Tonsillenhyperplasien (immer beidseitig), meist in Verbindung mit Adenotomien, manchmal auch mit Lasermyringotomien, die ich insgesamt an 1156 Ohren durchgeführt habe. Bei 107 benignen Neoplasien im Gesichtsbereich, in der Mundhöhle bzw. im Gehörgang konnte ich eine blutungsfreie laserchirurgische Abtragung realisieren. Fast unbemerkt hat sich so die Anzahl von ca.2600 laserchirurgische Eingriffen in den letzten 5 Jahren subsummiert. Das Resümme stellt sich insofern positiv dar, als dass nunmehr viele Behandlungsziele auf eine wesentlich weniger eingreifende Art und Weise erreicht werden konnten. Die überwiegende Mehrzahl der Eingriffe, insbesondere bei den Erwachsenen wurde in Lokalanästhesie durchgeführt, wodurch eine komfortable Unabhängigkeit vom Anästhe-sisten möglich wurde. Die Compliance der Patienten ist als überaus positiv zu bewerten. Für ausgewählte Anwendungen insbesondere für die kindliche Lasertonsillotomie ist es heute im Rahmen diverser Integrierter Versorgungsmodelle möglich, auch gesetzlich kranken-versicherte Kinder ohne deren eigenes finanzielles Engagement zu operieren. Insbesondere Eltern und Pädiater wissen diese Behandlungsoption zu schätzen. Bislang habe ich bei dieser Operation keinerlei relevante Nachblutungen oder anderweitige Komplikationen gesehen. Alle Kinder nahmen nach dem Eingriff, den ich zumeist ambulant und parallel zur Adenotomie durchführte, eine sehr gedeihliche postoperative Entwicklung. op-eingangstuer-eingriffe-laser-warnungDie Zuweisungen kommen dominierend von den Pädiatern! Obwohl ich diese OP in Intubationsnarkose durchführe, infiltriere ich beiderseits peritonsillär jeweils 2- 3 Depots a´ 1-2 ml Ultracain 1% + Suprarenin. Dadurch stellt sich der unmittelbar postoperative Schmerz  ganz offenkundig  minimiert dar. Indiziert sind Lasertonsillotomien bei Tonsillenhyperplasien, bei denen ich auch hin und wieder bis zu 80 % des Tonsillengewebes meist unter leichter Luxation mit der Fasszange entferne. Ich arbeite im Dauerstrichmodus, wobei ich mit 15-18 W über ein Absaughandstück eine carbonisierte Faserspitze im Kontaktverfahren direkt auf das Tonsillengewebe appliziere und parallel zum vorderen Gaumenbogen die Gewebereduktion blutungsfrei durchführe. Als sehr hilfreich bei der Vermeidung von thermischen Kollateralschäden, hat sich die Abdeckung des benachbarten Gewebes mit befeuchteten Mullläppchen erwiesen. Regelmäßig therapiere ich für ca. 5-7 Tage postoperativ antibiotisch (orales Cephalosporin) und antiphlogistisch (Nurofensaft). Unter diesem Procedere sah ich bislang postoperativ keinerlei  Probleme. Diese ambulante Operation ist per se als stationsersetzend anzusehen. Sie erfordert eine sorgfältige Abstimmung mit den behandelnden Pädiatern, von denen oftmals die Initiative zu diesem Eingriff ausgeht.
In der Summe lässt sich feststellen, dass der Einsatz dieses Diodenlasers mein operatives Spektrum nachhaltig verändert hat. Die Patienten erlangen dadurch in erster Linie einen deutlichen Komfortgewinn, Arbeitsunfähigkeitszeiten verkürzen sich und unangenehme perioperative Begleiterscheinungen werden auf ein Minimum reduziert.

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